Wie funktioniert der Flexibowl?

Das FlexiBowl-System besteht im Wesentlichen aus einer mit einem Direktantriebsmotor ausgestatteten Drehscheibe und einem senkrecht zur Drehfläche angeordneten Impulsgenerator; mit diesem Gerät lassen sich die Teile vereinzeln und entsprechend anordnen, sodass sie von einer Kamera erfasst und erkannt und dann von einem mit entsprechendem Greifarm ausgestatteten Roboter entnommen werden können.

Welche Vorteile bietet der Flexibowl?

Zu den wichtigsten Vorteilen dieser Lösung zählen: hohe Effizienz und Betriebsautonomie; konstant hohe Leistungsfähigkeit; Möglichkeit einer einfachen und präzisen Vorabprüfung der Leistungsfähigkeit; Bequeme Systemumrüstung und schnelle Amortisierung der Anschaffungskosten bei Produktionsumstellungen.

Welche Teile können mit dem Flexibowl zugeführt werden?

Mit dem Flexibowl lässt sich eine Vielzahl von Teilen mit unterschiedlicher Geometrie, Oberflächen- und Materialbeschaffenheit, in der Regel mit einer Größe bis zu 100-150 mm, zuführen. Das Gesamtgewicht der Teile kann sich auf 4-5 kg belaufen. Der Flexibowl ist in der Lage, Teile, die dazu neigen sich zu verheddern, zu entwirren. Im Unterschied zu konventionellen Schwingfördersystemen wird der Betrieb durch Größenänderungen der Teile oder durch vorhandene Überstände oder Bearbeitungsrückstände nicht gestört.

Welches sind die typischen Durchsätze in einem Flexibowl-System?

Der Durchsatz hängt stark von der Beschaffenheit des Teils und der Anordnung ab, die als optimal zum Aufnehmen durch den Greifarm erachtet wird. In der Regel wird ein Durchsatz zwischen 30 und 50 Teilen pro Minute erzielt.

Kann man in einem einzigen Flexibowl zwei oder mehr unterschiedliche Teilearten zuführen?

Es ist sicherlich möglich, aber nicht immer ratsam. Werden zwei oder mehr unterschiedliche Teilearten in einem einzigen Flexibowl zugeführt, kann es vorkommen, dass die Teile nicht in der verlangten Reihenfolge und Zeit für die Entnahme zur Verfügung stehen.

Wie erfolgt der Anschluss vom Flexibowl an den Roboter?

Der Flexibowl wurde so ausgelegt, dass er an jeden am Markt erhältlichen Roboter angeschlossen werden kann. Der Anschluss erfolgt wahlweise über Ethernet (UDP-Protokoll) oder über digitale I/O.

Welche Unterschiede bestehen zwischen den beiden Anschlussarten?

Der Unterschied zwischen den beiden Betriebsarten liegt darin, ob die Möglichkeit gegeben ist, die Bewegungsparameter des Flexibowl Zuführgeräts einstellen zu können oder nicht. Beim Ethernetanschluss (UDP-Protokoll) lassen sich die Parameter direkt über die Steuereinheit des Roboters einstellen. Dadurch können sie entsprechend dem gerade in Produktion befindlichen Teiletyp verändert werden. Beim Anschluss über digitale I/O können die Parameter über einen PC und ein beigestelltes Programm durch Herstellen der Verbindung über Ethernet eingestellt werden. Direkt von der Steuereinheit des Roboters über die Ein-/Ausgänge können hingegen nur die Bewegungsbefehle erteilt werden.

Welche Hintergrundbeleuchtung wird angewendet?

Als Standardausstattung wird eine Infrarot-Hintergrundbeleuchtung geliefert. Die Infrarot-Beleuchtung lässt sich leichter filtrieren, ermöglicht eine bessere Abschirmung von der Raumbeleuchtung, die Probleme beim Erkennen der Teile verursachen kann. Als Alternative sind aber auch weiße oder rote Leuchtdioden als Hintergrundbeleuchtung erhältlich.

Wozu dient der „Encoder“-Verbinder?

Es wurde die Möglichkeit einer kreisförmigen Bandverfolgung (circular conveyor tracking) vorgesehen. Wenn die Steuereinheit des Roboters dies vorsieht, können die Teile am Flexibowl über den „Encoder“-Ausgang im Flug erfasst werden, dadurch wird ein Gerätestopp bei jedem Vorschub vermieden.

Welche Bewegungen sind möglich?

Folgende Bewegungen sind möglich: a) Vorschub; b) Shake (Schüttelbewegung vor und zurück in rascher Abfolge); c) Flip (Kolbenbewegung unter der Matte, um die Teile springen und sich drehen zu lassen); d) Vorschub+Flip (durch die kombinierte Wirkung der beiden Bewegungen wird ein größerer Effekt beim Springen lassen der Teile erzielt); kontinuierliche Bewegung, wird im Zusammenspiel mit einer kreisförmigen Bandverfolgung der zu entnehmenden Teile verwendet.

Lässt sich die Förderfläche austauschen?

Die Förderfläche lässt sich bequem austauschen. Es stehen viele verschiedene Oberflächen passend zu den Eigenschaften (Form, Farbe oder Materialoberfläche) der zuzuführenden Teile zur Auswahl. Bei zylindrischen Kunststoffteilen beispielsweise könnte eine wegrollsichere Silikonoberfläche mit hoher Haftfähigkeit geeignet sein. Bei Objekten mit stark haftender Oberfläche (z. B. Membranen aus Gummi und Silikon) sollte eine raue Oberfläche verwendet werden, um das Ablösen zu erleichtern. Im Katalog sind verschiedene Oberflächenarten enthalten (verschiedene Farben und Rauigkeiten, aus glattem Gummi oder Silikon; der Benutzer kann jedenfalls leicht ausprobieren, welche Oberfläche am besten zu seinen Bedürfnissen passt und sie am Flexibowl anbringen.

Welche Programme sind im Lieferumfang des Flexibowl enthalten?

Wir liefern eine Programmbibliothek in „V+“, um den Flexibowl mit dem Adept Roboter verwenden zu können. Zudem ist ein Anwendungsprogramm für den PC im Lieferumfang enthalten, um die Bewegungsparameter und die IP-Adresse ändern zu können. Mit diesem Anwendungsprogramm können auch Bewegungsabfolgen ausgeführt werden, um versuchsweise die besten Benutzungsparameter zu finden.

Wie werden die Teile dem Flexibowl zugeführt?

Es ist die Kombination mit jedem beliebigen Schwingtrichtersystem, Wendelförderer oder Plattenförderband vorgesehen. Der Befehl an den Trichter wird von der Steuereinheit des Roboters entsprechend der vom Bildverarbeitungssystem erkannten Menge an Teilen erteilt. Dadurch wird auf einfache Weise eine gleichmäßige Verteilung der Teile ohne Anhäufungen, die die Leistungsfähigkeit des Systems verschlechtern könnten, erzielt. Der Benutzer kann in jedem Fall bequem die Befüllung über Softwareparameter oder einfach über die Geschwindigkeitsregelungen des Trichters einstellen. Die Einbindung eines Zuführsystems ist daher äußerst einfach. Wir haben eine große Auswahl an Trichtern in den Katalog aufgenommen, um Aufbau und Inbetriebnahme des gesamten Systems noch einfacher und schneller zu machen.

Ist das Personal in meinem Unternehmen in der Lage ein so hoch entwickeltes System mit Roboter, Bildverarbeitungssystem und FlexiBowl zu handhaben?

Nachdem das System einmal richtig programmiert wurde, kann es von jedem Mitarbeiter in der Fertigung gesteuert werden. Da man über Ethernet-Anschluss agieren kann, können fast alle SW-Eingriffe ferngesteuert, ohne persönliche Anwesenheit vor Ort, durchgeführt werden (z. B.: Programmänderungen, Einführung neuer Codes, Justierungen, usw…). Mechanisch ist das System sehr viel einfacher und zuverlässiger als jedes konventionelle zu diesem Zweck vorgesehene System. Bei vielen Anwendungen, bei denen das System derzeit eingesetzt wird, hat sich die Notwendigkeit von Eingriffen vor Ort drastisch verringert, auch bei Erstinstallationen.

 

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